special thanks to,

Gelegentlich vernachlässige ich die Tatsache, dass ich ziemlich Dankbar sein muss, in Kreisen von so vielen super Leuten meine Arbeit verrichten zu dürfen. Dabei geht es einmal wieder um die kleinen Details, die all das ausmachen was in Summe meine Lebensqualität beschreibt. Interessanterweise bezieht sich das auf fast alles, mit dem man sich intesiver beschäftigt. In diesem Beitrag geht es um all diejenigen, die Teil von meinem Kosmos sind, und zwischenzeitlich erwähnt werden müssen.

Nach guter alter CD-Booklet- Manier (für manche zur Erklärung: Es gab Zeiten, da haben wir uns Stundenlang mit den Inhalten unsere Lieblingsplatten beschäftigt, analog!)

Deshalb geht heute eine „special thanks to“-Liste an die jenigen, die wahrscheinlich eh schon ewig darauf warten. Und los geht’s: Julia (die Details aufzuzählen würde ein Buch füllen), Sebi&Mo von Semiodesk für die super neue Website und den Blues, Jochen von Müller Möbelwerkstätten für die trockenen und guten Statements, Wendel und Evi von Müller Möbelfabrikation (fügt man zwei Metallteile mit Hilfe von Reibung und großer Hitze zusammen, nennt man das Reibschweissen), Herrn H. aus dem Schwarzwald (wir kommen Sie demnächst besuchen, versprochen), Theresa (ohne Dich wäre nichts so wie es ist), Kathi-Oma für den süssesten Kaffee westlich vom Banat, Anni-Oma alias Iron Annie (so viel Blumen kann man gar nicht kaufen), JF aus der K-Straße (die besten Zeiten kommen noch!), Ma für alles. Anton für das Vertrauen ins Material, Mert für die Low-End Lebenseinstellung, Schilly für den fuck-guten Stoner (der hoffentlich nie enden wird), Alex für die Batterie, The Reinsmas (irgendwann ziehen wir in die BayArea!), AK und ML aus der AU (bin sehr froh euch zu kennen), Hannes für die Gründlichkeit, Rudi für die schönen Gespräche, und abschliessend an Herrn Struch für den Slugde, Death, Trash, Stoner, Doom und alles was noch gut klingt. Danke natürlich auch an die, die ich jetzt vergessen habe.

Nach Veranstaltungen wie der IF-Award-Verleihung liegt mir das Danke besonders am Herzen. Einerseits ist es sehr schön, eine Idee mit einem besonderen Event abschliessen zu können, andereseits bestätigt es einmal wieder die Tatsache gewisse Dinge brauchen einfach machen, und die richtigen Leute dazu.

GregIF

 

 

 

Ganz schön viel um die Ohren,

gab es die letzten Wochen. Nicht nur die IMM Cologne 2015 war einmal wieder ein Spektakel, es gibt auch wieder neue Ideen, die darauf warten das Licht der Welt zu reflektieren.

Besonders freut uns deshalb auch unsere neue Website, die durch die Zusammenarbeit mit den Herrn von Semiodesk sehr schön geworden ist, und die kommenden Projekte noch besser zur Schau stellen wird.

Jede Menge Bilder von der kommenden IF-Preisverleihung und neues aus dem Büro gibt es nächste Woche, in diesem Sinne als kurzes Lebenszeichen wünschen wir ein schönes Wochenende!

So, das wars…

…fast mit 2014. Die letzten Wochen waren ziemlich voll. Nachdem Julia ihr Upcycling-Buch erfolgreich an den Start brachte ging es für uns auf Reisen in einige Bücherläden im In-und Ausland. Viele nette Menschen haben wir dort getroffen, uns unterhalten und  eine schöne Zeit gehabt. Als Höhepunkt kam noch das BR-Team von Puls bei uns im  Büro vorbei. Dabei ging es um eine Aktion zum Thema „Weihnachtsgeschenke selber machen“. Zu sehen unter http://www.br.de/mediathek/video/geschenke-basteln-do-it-yourself-100.html

Julia und Nicola werden schon nächstes Jahr im Frühjahr ein neues Buch zum Thema Hochzeit mit dem BLV Verlag veröffentlichen. Die beiden waren wirklich fleißig und ich denke es wird auf einiges Interesse stoßen.

Im Studio Faubel hat sich nebenher natürlich auch viel getan. Im letzten Herbst sind für das Unternehmen Design im Dorf vier neue Produkte entstanden. Diese kommen in den nächsten Wochen in den aktuellen Katalog. Interessant war dabei für uns die Ausrichtung auf neue Nutzungsbereiche für mobile Geräte. Ich verrate nicht zuviel, freue mich aber auf interessante Gespräche zu diesem Thema auf der kommenden MCBW. Natürlich berichten wir dazu hier auf dem Blog.

Auf der IMM Cologne freuen wir uns auf die Vorstellung des ipad-Halters „Tablio“. Leider habe ich die Anmeldung zum Interior Innovations Award verpennt, bei uns hat das Teil jedenfalls schon den Preis des meist verschenkten Produkts gewonnen.

An dieser Stelle kommen wir auch schon zum schenken. Wir werden uns dieses Jahr  noch ein paar ruhige Tage gönnen, bevor es wieder los geht. In diesem Sinne wünschen wir euch ein frohes Fest, einen guten Rutsch und her mit 2015!

BRPuls

 

 

Rock’n Roll Design!

Dass wir als Gestalter einen gewissen Hang zum Material haben, bringt der Beruf unweigerlich mit sich. Wenn man täglich damit zu tun hat, wird es normal, Bedürfnisse und Anforderungen von Kunden genauer unter die Lupe zu nehmen, sich diesen über ein gewisses Maß der „Normalität“ zu widmen, um letztlich deren und den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Dabei kommt einem manchmal die Frage, warum man als Mensch so einen extremen Bezug zu Dingen aufbauen kann? Ich denke, je mehr wir Dinge direkt mit unseren Emotionen verknüpfen, desto mehr bekommen sie an Wichtigkeit.

Dabei ist fest zu stellen, je mehr man sich mit einer Sache beschäftigt, desto höher werden die Ansprüche an die Feinheiten des Designs im Detail.

In meinem Fall ist das so mit meinen Instrumenten. Ich spiele nun schon seit einigen Jahren mit Begeisterung Gitarre und besitze auch so einige. Dabei habe ich natürlich auch meine Lieblinge, die sich mit mir auf so manchen Tonträgern verewigen durften.
Interessant dabei ist, das sich das Design der E-Gitarre in den letzten 50 Jahren prinzipiell nicht groß verändert hat und doch gibt es Unterschiede in den Details, die das Salz in Suppe ausmachen.
Meine Fender Telecaster und die Gibson SG sind Instrumente, die für die Massenfertigung entworfen wurden. Ausstattung und Klang sind dabei sehr unterschiedlich und auf die Bedürfnisse ihrer Käuferschaft ausgelegt. Doch wie bei einem bequemen Stuhl, ist es immer eine Sache des Wohlfühlens und daher sehr individuell. Beide Instrumente spielen sich bestens, vergleichbar mit einem perfekt passenden Schuh. Die Details sind klar definiert und aus Erfahrung bezogen auf Ökonomie und Sound stetig verbessert worden. Beide Gitarren stammen aus den 1950’ern (Fender) bzw. 60’ern (Gibson) und werden bis heute unverändert gebaut.
Warum ich also die beiden niemals hergeben würde, liegt daran, dass diese Designklassiker die seltene Gabe besitzen, gleich über mehrere Kanäle die geballte Ladung an Emotionen zu entfachen. Nach einiger Zeit des Übens wird es zum Kommunikationswerkzeug zwischen Bandenmitgliedern und dem Publikum. Ist man darin gut wird es zum Genuss aller, die die Lautstärke abkönnen, ist man weniger gut, träumt man von dem vernichtenden Ergebnis noch Jahre.

Musikinstrumente sind für mich ein sehr schönes Beispiel dafür, wie sich über Jahrhunderte unterschiedlichste Designs entwickelt haben, sich im Bezug auf die Verwendung und Wirkung veränderten und noch verändern werden. Musik ist ein Medium welches eine unvorstellbare Wirkung erzielen kann. Die Kunst, es zu beherrschen und sich damit aus zu drücken, ist dabei eine ganz eigene Kategorie. Vielleicht werden sich in Zukunft 20.000 Menschen in einem Stadion treffen, um einem Star-Desinger für zwei Stunden bei der Arbeit zusehen zu können. Aber selbst das ist ohne den richtigen Sound kaum vorstellbar.

gits

Moin, o zapft is!

Am Wochenende hat sie wieder begonnen, unsere Wiesn hier in München. Wir dachten uns, dies ist der richtige Zeitpunkt um über ein Projekt zu berichten, das unmittelbar in der Gestaltung vom „Wiesnmöbel“ schlechthin beeinflusst wurde: Die Biertisch-Garnitur Set4Six für Müller-Möbelwerkstätten aus Bockhorn im schönen Norden. Als wir vor gut einem Jahr mit dem Entwurf an die Möbelfirma herantraten, steckte das Konzept noch in den Kinderschuhen. Lediglich ein Modell neben Zeichnungen und Skizzen war vorhanden, also kein blasser Schimmer von Statik, Material, Dimension und Wirkung. Eines war dennoch klar, in Ökonomie und Innovation im Detail sollte das Design dem Original in nichts nachstehen. Analysiert man das Design unserer gewohnten Biertische, wird schnell klar was sich die Damen und Herren dabei gedacht haben. So sind z.B. die Füsse aus Stahlblech mit den markant geformten Querstreben auch beim Original zu finden. Bewährtes sollte man auch durchaus übernehmen, so verhindert die Konstruktion sehr schlau das einsinken auf weichen Untergründen. Der Klappmechanismus mittels Gummiseilen war von Anfang an Prämisse. Versuche das beste Konzept zu erforschen endeten nicht selten mit dem Umbau zum Katapult für diverse Utensilien aus unserer Werkstatt. Als diese Hürde genommen war, kam das Material ins Spiel. Wir entschieden uns für wetterfestes Schichtleim-Holz mit Melaminbeschichtung. Nicht nur die Farbkombination von rot und weiss hat es uns dabei angetan, das Material erwies sich hierbei auch extrem beständig bei Versuchsreihen in Gefrierschränken, unter Wasser (über Wochen) und selbst gemischte Schmutzbrühen in denen die Teile lagen. Nichts desto Trotz gibt es beim Serienmodell eine Schutzhaube dazu, damit das gute Stück auch problemlos überwintern kann. Wir freuen sehr, das Set4Six unter anderem auch bei Connox erhältlich ist.
In diesem Sinne ist ein weiterer Schritt in Richtung Vernetzung getan, denn eines beweisst das jährliche Oktoberfest immer wieder: Der Biertisch ist wohl eines der besten Kommunikationsmittel überhaupt, und dass nicht nur zwischen München und Bockhorn.

set4six

Vom Tun und Lassen

tablioverpackt

Nachdem letzte Woche unser Entwurf des Tablet-Halters Tablio erfolgreich an den Start gegangen ist, haben wir uns in einer ruhigen Minute dazu entschlossen, ein paar Worte darüber zu schreiben. Dieses Projekt ist in diesem Fall das beste Beispiel, wie aus einer anfänglich sehr einfachen Idee zusammen mit den richtigen Menschen ein sehr schönes Produkt geworden ist.
Viele, die Tablio sehen, verstehen den Nutzen und die Möglichkeiten sofort und freuen sich über den Mehrwert der Idee. Doch werden wir oft gefragt, warum denn die meisten Designprodukte immer gleich so viel kosten müssen. Das ist natürlich zunächst immer eine Frage der Perspektive, denn rechnet man die Kompetenzen all derer mit ein, die im Prozess der Verwirklichung eingebunden sind, wirken die meisten Anschaffungskosten auf einmal sehr real und gerechtfertigt.
Wir bestreben immer den Dialog mit denen zu führen, die im jeweiligen Bereich die Meister sind. Das sind in den häufigsten Fällen die Firmen, mit denen wir gern zusammen arbeiten. Im speziellen Fall von Tablio ist das die Firma Möbelfabrikation aus Augsburg. Man kann es hinsichtlich des Produktes kaum glauben, aber vom ersten Prototypen bis zur Veröffentlichung des Verkaufs-Links vergingen 12 Monate der Entwicklung. Dabei ging es Müller und uns hauptsächlich darum, Tablio zu einem ausgereiften Produkt „made in Germany“ werden zu lassen. Im Detail wurden dabei Nutzen und Qualität an erster Stelle gestellt. Form, Holz und Verpackung wurden festgelegt, getestet, verworfen, verbessert und wieder getestet.
Für zwei Stück Holz, ein Stück Blech und einer Idee die uns auf der Autobahn zwischen Wilhelmshaven und Hannover in den Sinn gekommen ist, sagen wir an dieser Stelle danke an alle Mitwirkenden und freuen uns auf die neuen Herausforderungen.